Erfolgreiche Gewaltprävention an der Elsa-Brändström-Realschule

Die Elsa-Brändström-Realschule führte wie jedes Jahr ihre Projekttage zum Thema
"Mobbing" in den 6. Klassen durch

Die diesjährigen Projekttage fanden vom 26. bis zum 29. Januar mit den vier Klassen der 6. Jahrgangsstufe statt, die wie alljährlich vom Förderverein der Schule finanziert wurden. Jede Klasse wurde für jeweils einen Tag aus dem Unterricht genommen. Die Schüler erarbeiteten anhand eines Films typische Mobbingsituationen, versuchten sich dem Begriff "Mobbing" - im Gegensatz zum "Ärgern" - zu näheren und erfuhren im Rollenspiel, wie sich "Täter" und "Opfer" in ihrer jeweiligen Position fühlen und wie man mit Hilfe der großen Gruppe der Angst in der Klasse vorbeugen kann. Sie lernten zum einen ihre eigenen Grenzen zu sichern, zum anderen aber auch die Grenzen des anderen zu respektieren und erprobten Möglichkeiten, sich selbst und andere vor akuten physischen wie auch verbalen Angriffen zu schützen.


Der Schulgemeinschaft geht es hierbei vor allem darum, die Schüler zu einem gewaltfreien Miteinander zu motivieren. Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Projektwoche viele darin bestärkt, Mitschülern in Mobbingsituationen zu helfen und sich entsprechende, auch schulisch und außerschulisch institutionalisierte Hilfe zu holen. Wichtig ist es den durchführenden Lehrern auch, die an der Schule etablierten SAM´s (Schüler als Multiplikatoren) mit ins Boot zu holen, damit sie ihre Fähigkeiten im Bereich Streitschlichtung und Mobbingprävention gewinnbringend für das soziale Miteinander im täglichen Schulleben einsetzen können. Auch wird den teilnehmenden Klassen bei dieser Veranstaltung das "Bistand" Projekt ans Herz gelegt, bei dem sich die Schüler durch eine Selbstverpflichtung dazu bereiterklären, sich und andere vor Mobbing sowohl im direkten, aber auch im Cyberbereich zu schützen.

Alle Projektbeteiligten und ebenso alle Lehrer der ELSA hoffen, dass nach dieser Woche die Schüler mit einem sichereren Gefühl in die Schule gehen können. Wenn jeder Schüler sich auf die Erfahrungen der letzten Tage besinnt und daran denkt, wo die eigene Freiheit aufhört und die des anderen beginnt, dann müssen Lehrer und Eltern sich immer weniger um Grenzüberschreitungen kümmern. Wenn aber doch einmal ein Problem auftaucht, dann wissen sie bestimmt, wo sie kompetente Hilfe finden.